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09 Nov
09Nov

Die schwindende Wahrheit: Warum wir digitalen Bildern misstrauen

Sie scrollen durch Ihre sozialen Medien und stossen auf ein beeindruckendes Bild. Doch plötzlich fragen Sie sich: Ist das wirklich echt? 

Digitale Manipulation immer ausgefeilter. Nichts scheint mehr so zu sein, wie es aussieht. Vertrauen wir unseren Augen noch – oder nur einer Illusion?

Digitale Bilder werden zunehmend manipuliert, was unser Vertrauen in das, was wir sehen, erheblich erschüttert.


Den Blogartikel anhören (Mit Gendern, leider stört es das Hörerlebnis etwas):



Deepfakes und Co.: Wie Bildmanipulation uns täuscht


Vertrauen in digitale Bilder schwindet

Bildquelle: Grafik 1: Pressemitteilung www.bvdw.org, vom 11.07.2024


In den letzten Jahrzehnten hat die digitale Bildbearbeitung enorme Fortschritte gemacht. Was früher nur für Profis möglich war, ist heute für jede:n zugänglich. Mit Technologien wie Deepfakes können täuschend echte Bilder und Videos erstellt werden, die kaum von der Realität zu unterscheiden sind. 

Ein bekanntes Beispiel ist das manipulierte Bild des Papstes in einem übergrossen weissen Daunenmantel, das viral ging und Millionen Menschen glauben liess, es sei authentisch. Diese Entwicklung stellt die Authentizität digitaler Inhalte massiv infrage.


Laut einer Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) gaben 72 % der Befragten an, dass ihr Vertrauen in digitale Medien durch die Verbreitung von Deepfakes gesunken ist. Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark Manipulationen das Vertrauen in Bilder und Videos beeinflussen. Das betrifft nicht nur soziale Medien, sondern auch Nachrichten, Werbung und zwischenmenschliche Beziehungen.


Dieser Vertrauensverlust hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Art und Weise, wie wir Informationen konsumieren.


Wege zurück zum Vertrauen: Lösungen für digitale Authentizität


Glaubwürdigkeit Nachrichten und Informationen

Bildquelle: Grafik 2: Pressemitteilung www.bvdw.org, vom 11.07.2024



Wenn dieser Trend anhält, könnte die Authentizität jedes digitalen Inhalts grundsätzlich infrage gestellt werden. Dies würde nicht nur das Vertrauen in Medien, sondern auch in politische Institutionen und die Gesellschaft als Ganzes gefährden.


Technologische Ansätze

Innovative Tools zur Erkennung von Manipulationen bieten eine mögliche Lösung. Microsoft hat beispielsweise das Tool „Video Authenticator“ entwickelt, das mit KI-gestützten Algorithmen arbeitet, um Deepfakes in Bildern und Videos zu erkennen. 

Es analysiert Inhalte frameweise und liefert eine Wahrscheinlichkeit, ob ein Medium manipuliert wurde. Solche Technologien könnten helfen, Vertrauen in digitale Medien wiederherzustellen.

Auch Blockchain-Technologien könnten dabei unterstützen, die Authentizität digitaler Bilder nachzuweisen und deren Herkunft zu sichern. 

Blockchain ermöglicht die Speicherung eines kryptografischen Fingerabdrucks für jedes Bild oder Video in einer dezentralen, unveränderlichen Datenbank. Jede Bearbeitung erzeugt einen neuen Fingerabdruck, wodurch Manipulationen transparent und nachvollziehbar werden. Diese Methode bietet Konsument:innen und Journalist:innen ein wirksames Werkzeug, um die Herkunft und Echtheit digitaler Inhalte zu überprüfen.


Stärkung der Medienkompetenz

Neben technologischen Lösungen sind Bildungsinitiativen von zentraler Bedeutung. Projekte wie „klicksafe“ oder medienpädagogische Workshops in Schulen können Menschen dabei helfen, kritischer mit digitalen Inhalten umzugehen und Manipulationen zu erkennen.



Ein gemeinsamer Einsatz für die Wahrheit

Es liegt an uns allen – als Konsument:innen, Journalist:innen und Entwickler:innen –, die digitale Wahrheit zu schützen. 

Konsument:innen können etwa durch die Nutzung von Fact-Checking-Tools oder die Prüfung von Quellen Manipulationen erkennen. 

Journalist:innen sollten verstärkt auf Verifizierungsprozesse setzen und transparente Arbeitsweisen pflegen, um die Glaubwürdigkeit zu stärken. 

Indem wir unsere Medienkompetenz stärken und technologische Innovationen unterstützen, können wir das Vertrauen in digitale Inhalte bewahren. 

So verhindern wir eine weitere Erosion der Wahrheit und schaffen eine Zukunft, in der wir den Bildern, die uns umgeben, wieder vertrauen können.



Quelle

Grafiken 1 + 2: "Vertrauensverlust in digitale Medien BVDW-Whitepaper nimmt Deepfakes ins Visier", Pressemitteilung www.bvdw.org, vom 11.07.2024, Link: https://www.bvdw.org/news-und-publikationen/vertrauensverlust-in-digitale-medien-bvdw-whitepaper-nimmt-deepfakes-ins-visier/


Weitere Linkempfehlung

Artikel: "Zwischen KI- und echten Bildern unterscheiden: Alles fake, oder was?", www.digitalphoto.de, Ana Barzakova, am 20.03.2024 um 14:34 Uhr, Link: https://www.digitalphoto.de/ratgeber/zwischen-ki-und-echten-bildern-unterscheiden.html 


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